Niederlehme

Gern laden wir Sie ein zu einem  Spaziergang durch Niederlehme ein. Es gibt viel über die Geologie, über die Landschaft, über die geschichtliche Entwicklung und über das gesellschaftliche Leben zu berichten.

Lage:

Die Gemeinde Niederlehme liegt im Norden des Dahme - Spreewald- Kreises im Land Brandenburg und ist seit 2004 als Ortsteil Niederlehme der Stadt Königs Wusterhausen zugeordnet.

Im Norden wird es begrenzt durch ein zusammenhängendes Waldgebietes und im Süden durch die Ortsteile Neue Mühle und Zernsdorf mit lockerer Wohnbebauung.

Beginnend vom südwestlich gelegenen Ortsteil Neue Mühle, Königs Wusterhausen, erstreckt sich das ca. 7 km lange „Straßendorf“ entlang der von der letzten Eiszeit geformten interessanten und reizvollen Landschaft am Ufer der Dahme von Neue Mühle über Miersdorf Werder, am Möllenzug bis hin zum Krossinsee und endet am Ortseingang Wernsdorf - Ziegenhals.

Historische Übersicht

Die Gemeinde wurde das erste Mal im Jahre 1315  urkundlich erwähnt. Während und nach der Völkerwanderung im 3. Jahrhundert wurde der Ort unter anderem von Slawen besiedelt. Erste Rückschlüsse auf die Anzahl der Bevölkerung liegen aus dem Jahre 1576 vor. Zu dieser Zeit lebten hier 10 Bauern, drei Kossäten und ein Hirte. Die Folgen des dreißigjährigen Krieges und von Wallensteins Heerzügen dezimierte die Bevölkerung im weiten Umkreis. 1756 errichtete Friedrich II. außerhalb des Dorfes vermutlich ein kleines Jagdschloss auf dem heutigen Gelände der Karl-Marx-Str.15.

Das Dorf Niederlehme, dessen Häuser im alten wendischen Rundring angeordnet waren, brannte im Jahr 1854 fast vollständig nieder. Der Charakter der Anordnung ist heute noch zu erkennen. Mit der Entwicklung der Bauindustrie in Berlin und spätestens mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Königs Wusterhausen - Storkow erreichte die industrielle Entwicklung auch Niederlehme.

Schon 1858 arbeitete eine Ziegelei im Ort. Mit der Gründung der AG Vereinigte Mörtelwerke im Jahre 1889 und der Produktion der ersten Steine im Jahr 1901 im Kalksandsteinwerk Robert Guthmann Niederlehme begann der wirtschaftliche Aufschwung als Industrie und Gewerbestandort. Von da an entwickelte sich die Bevölkerung stetig - mit Unterbrechungen im I. und II. Weltkrieg - zu der Einwohnerzahl von heute fast 3000. Das Bild heute wird geprägt durch leistungsfähige Gewerbegebiete, durch beliebte Wohngebiete und beliebte Freizeitgestaltungsmöglichkeiten u. a. in einem der vielen Vereine

 

Das Wahrzeichen  Wasserturm

Das Wappen des Ortes zeigt neben dem Wasserturm eine Kiefer (Baum des Jahres 2007), einen Sandberg sowie einen Fisch. Der Sandberg symbolisiert unseren „Schatz“, nämlich den Sand, mit dem ein großer Teil Berlins und Umgebung erbaut ist und der noch heute wirtschaftliche Bedeutung hat.

Denkmal Wasserturm

Wohnen im Turm

Verkauf des Wahrzeichens

 

Beamtenwohnhaus in Niederlehme

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte  Niederlehme eine rege Bautätigkeit bezüglich Errichtung größerer Wohn- und Gewerbegebäude. Die in dieser Zeit entstandenen Villen bzw. größeren Wohnhäuser sind heute nur zum Teil erhalten. Einige wurden abgerissen, andere renoviert bzw. bedürfen einer Renovierung. Um nicht noch mehr Verluste hinzunehmen wurde das ehemalige Beamtenwohnhaus des Berliner Kalk Sandsteinwerkes GmbH in Niederlehme, Karl-Marx - Str. 31 im Jahr 2010 unter Denkmalschutz gestellt. Dieses Gebäude ist durch seine Einmaligkeit in der Bauart und in seiner Funktion im laufe seiner Nutzung ein wichtiger Zeitzeuge. Seit November 2013 ist es verkauft. Vom neuen Eigentümer ist vorgesehen unter Beachtung des Denkmalschutzes es als Gewerbe- und Wohnraum zu nutzen. (Rathaus)

mehr dazu unter Denkmal

 

 

Niederlehmer Spritzenhaus

wurde 1909 auf historischem Boden mitten im Dorfkern im Kalksandstein Rohbau errichtet.

Schon bald verlor es seine Bedeutung als Spritzenhaus und wurde ab 1921 vielfältig genutzt. 2012 erwarb der Heimatverein das Gebäude. nach der Sanierung soll es wieder in alter Schönheit erstrahlen.

Mehr zur Geschichte: Das Spritzenhaus

 

Niederlehmer Luch Flächendenkmal Naturschutz

 

Denkmal evangelische Kirche